Das antworten wir den Rentenklauern

 

Die Argumente der Referendumsgegner sind nicht stichhaltig. Es gibt keine Rechtfertigung für einen Rentenklau.

 

«Wir müssen den Umwandlungssatz senken, weil die Menschen älter werden und der Rentenkuchen länger reichen muss».

Auch wenn die Menschen älter werden, haben sie ein Leben in Würde verdient. Ihr Leben wird nicht billiger, darum ist die Rentenkürzung der falsche Weg. Wir sind überzeugt: Wenn unsere Beiträge für unsere Renten und nicht für die Gewinne von Versicherungen verwendet werden, dann bracht es keine Rentensenkung. Zudem wurde die steigende Lebenserwartung bereits bei der Gesetzesrevision 2003 berücksichtigt.  

 

«Die Renditen sind gesunken, darum muss der Umwandlungssatz gesenkt werden.»

Sogar 2008, als die Börse ins Bodenlose fiel, haben noch mehr als die Hälfte der Versicherungen, die im BVG-Geschäft tätig sind, Geld verdient. Das ist der offensichtlichste Beweis, dass der aktuelle Umwandlungssatz nicht zu hoch ist. Tatsache ist: Die Aktionäre locken die Versicherungen mit Renditezielen von 16 Prozent. Wenn ein Arbeitnehmer den gleichen Versicherungen Geld übergibt, jammern diese, eine Rendite von 4 Prozent für das einbezahlte Alterkapital sei langfristig unrealistisch. Das kann nicht sein. Zudem: Während die Renditen höher lagen, stemmten sich die Versicherungen gegen höhere Mindestzinse mit dem Argument, es würden ja auch schlechtere Zeiten kommen. Das scheinen sie vergessen zu haben und wollen jetzt sofort die Renten senken.  

 

«Ohne Änderung des Umwandlungssatzes sind die Pensionskassen gefährdet.»

Das Gegenteil ist der Fall. Die unnötige Rentensenkung untergräbt das Vertrauen in die Pensionskassen. Unter Umständen werden die Versicherungsgesellschaften ohne Senkung des Umwandlungssatzes nicht mehr Milliardengewinne machen können, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war. Das ist aber auch nicht schlimm. Denn unsere berufliche Vorsorge ist kein Selbstbedienungsladen für Versicherungen, sondern eine Sozialversicherung.