Nein zum Rentenklau

Am 7. März stimmen wir über die Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen ab. Das Parlament hat die Senkung im Dezember 2008 beschlossen. Die Gewerkschaften, die Konsumentenpresse und die sozialen Parteien halten diese Senkung für unnötig, unzumutbar und in keiner Weise gerechtfertig. Sie sagen Nein zum Rentenklau und haben darum das Referendum ergriffen. Eine Rekordzahl von über 200'000 Unterschriften gegen die Senkung des Umwandlungssatzes konnte gesammelt. Die Gründe für ein Nein zum Rentenklau:

 

Der Rentenklau ist unzumutbar

Mit der AHV und Pensionskasse zusammen sollen alle im Alter «die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise» fortsetzen können. So steht es in unserer Bundesverfassung. Dieser Grundsatz ist bedroht: Sowohl bei der AHV wie auch bei der Pensionskasse wollen Politiker und Manager der Privatversicherungen die Renten kürzen. Ein Leben in Würde wäre im Alter nicht mehr gesichert!

 

Alle wären betroffen

Für zukünftige Rentnerinnen und Rentner bedeutet die Senkung des Umwandlungssatzes ein massiver Rentenverlust:

  • Eine 50-jährige Frau, die heute 5800 Franken verdient, würde nach der Pensionierung 35'300 Franken verlieren.
  • Ein 36-jähriger Mann, der heute 6000 Franken verdient, würde nach der Pensionierung im Durchschnitt 50'800 Franken verlieren.
  • Eine 26-jährige Frau mit 5000 Franken Einkommen würde gar 61'300 Franken verlieren.

Von der Verschlechterung wären alle, auch jüngere Arbeitnehmende betroffen. Sie zahlen weiterhin viel ein, werden aber deutlich weniger bekommen. Für heutige Rentnerinnen und Rentner wächst die Gefahr, dass man auch ihre Renten kürzt.

 

Rentensenkung ist unnötig

Bereits im Jahr 2003, bei der ersten BVG-Revision, hat das Parlament beschlossen, den Umwandlungssatz bis ins Jahr 2014 schrittweise von 7,2 auf 6,8 Prozent zu senken. Damit wurde der höheren Lebenserwartung der Versicherten Rechnung getragen. Seither ist die Lebenserwartung nicht wesentlich gestiegen, es gibt daher keinen Grund für eine erneute Gesetzesänderung. Zudem: Selbst wenn die Menschen älter werden, bedeutet dies ja nicht, dass sie im Alter automatisch weniger Geld zum Leben brauchen. Darum sind Rentensenkungen der falsche Weg.

 

Fette Gewinne für die Versicherungsgesellschaften und Aktionäre

Treibende Kräfte hinter den Rentensenkungen sind die Versicherungen. Sie machen Milliardengewinne mit der beruflichen Vorsorge. Sogar 2008, als die Börsenkurse ins Bodenlose fielen, haben noch mehr als die Hälfte der Versicherungen, die im BVG-Geschäft tätig sind, Geld verdient. Das ist der offensichtlichste Beweis, dass der aktuelle Umwandlungssatz nicht zu hoch ist.

 

Erstaunlich ist auch: Die Aktionäre locken die Versicherungen mit Versprechungen von hohen Eigenkapitalrenditen. Satte 16 Prozent Eigenkapitalrendite ist zum Beispiel das erklärte Ziel der Zürich Financial. Und für die Sparguthaben der Arbeitnehmenden wollen die Versicherungen langfristig nicht einmal 4 Prozent garantieren können. Das passt ganz offensichtlich nicht zusammen!

 

Sorgen wir gemeinsam für ein deutliches Nein zum Rentenklau.

 

>>> Ausführliches Argumentarium zum Download

 
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